Ein Augenarzt,
zwei Leidenschaften.
Hinter D. & L. Koch Verlag steht kein Verlagshaus im herkömmlichen Sinn, sondern ein Einzelner, der zwei Interessen seines Berufslebens zu Büchern macht.

Foto: Hans-Reinhard Koch, 2010 · CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Hans-Reinhard Koch wurde am 11. Juli 1941 in Innsbruck geboren und legte sein Abitur am Beethoven-Gymnasium Bonn ab. Sein Medizinstudium begann er 1960 in Mainz und setzte es in Bonn und München fort; 1966 folgten Staatsexamen und Promotion zum Dr. med.
Seine klinische und wissenschaftliche Laufbahn führte ihn zurück nach Bonn, an das Institut für experimentelle Augenheilkunde: 1979 habilitierte er für Augenheilkunde und experimentelle Ophthalmologie und wurde im selben Jahr außerplanmäßiger Professor, 1983 Professor (H2). Von 1982 bis 1989 war er Oberarzt der Abteilung für Mikrochirurgie der Universitäts-Augenklinik Bonn. Für seine Forschung — physiologische Optik, Genetik, Biochemie und Bildgebung des Auges — erhielt er 1978 ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Koch zählte zu den ersten deutschen Spezialisten der Phakoemulsifikation und entwickelte eigene Intraokularlinsen und Irisprothesen.
1989 gründete er die Klinik Dardenne mit, 2004 die Hochkreuz-Augenklinik in Bonn, die er bis zu seinem Ruhestand 2018 leitete. Parallel dazu ist er selbst Kösener Corpsstudent — Mitglied der Corps Hassia Gießen zu Mainz und Rhenania Bonn. Aus dieser doppelten Passion, der Augenheilkunde und der studentischen Kulturgeschichte, ist seit jeher eine rege Publikationstätigkeit erwachsen: eigene Bücher zur Geschichte der Ophthalmologie ebenso wie herausgegebene, transkribierte und mit Nachworten versehene Werke zur Corpsgeschichte.
2013 bündelte er diese Arbeit im eigenen, unabhängigen D. & L. Koch Verlag. Er bleibt bewusst klein: jeder Titel entsteht in enger Zusammenarbeit mit seinem Autor, wird sorgfältig gestaltet und in Leinen gebunden oder im Fadenheft geheftet — ein Gegenentwurf zum schnellen Buch.